Chronik

Die sonnige Gegend von Fresach ist uralter Siedlungsboden. Im Steingeröll der Trattlerwände fand man 8 Querlochäxte aus der Bronzezeit. Die Ureinwohner von Kärnten, die Illyrer lebten bereits hier. Die späteren Kelten sind nachweisbar. Die Römer, die in den ersten nachchristlichen Jahrhunderten den Marmor in Gummern aus dem Steilhang brachten, zogen ihre Straße am sonnseitigen Hang des Tales nach Teurnia hinauf, weil sie die Überschwemmungsgefahr der Drau fürchteten. 590 n. Chr. folgt die Besiedlung durch Slaven und später durch Bayern und Franken.

Die Rodungen für unsere Bergbauernhöfe bis in 1350 m Meereshöhe wurden um 1300 abgeschlossen. Amt Fresach unter der Herrschaft der Ortenburger beim Luger.

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Der Bau der kath. Kirche begann im 12 Jahrhundert.  1515-1523 wurde das Langhaus verlängert und der gotische Chor fertig gestellt. Im Sommer 1478 kam es zu einem Türkeneinfall in Fresach. Das Dorf wurde völlig zerstört. Durch verschiedene Umstände wurde Kärnten im 16. Jahrhundert protestantisch. Auch die Mehrheit der Bevölkerung von Fresach trat zu diesem Glauben über. Daher wurde 1782 die evangelische Pfarre Fresach gegründet. Pfarrer war Friedrich Levin Kurz. 1600 wurde die Gegenreformation durch Erzherzog Ferdidnand II. begonnen. Alle Zusammenkünfte der Protestanten wurden verboten. Erst durch das Toleranzpatent des Volkskaisers Joseph II. konnte die völlige Glaubensfreiheit ausgerufen werden. 1787 baute man ein hölzernes Schulhaus in Fresach. Fast ein Jahrhundert später, 1878, gründete man die zweiklassige Volksschule für beide Konfessionen. Erst 1849, ein Jahr nach der Revolution 48', in der die Bauern ihre lang ersehnte Freiheit bekamen, konnte die Ortsgemeinde Fresach mit 480 Einwohnern und der Gemeinde Mooswald mit 724 Einwohnern aus den seit 1785 best. Katastralgemeinden gegründet werden.
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Erster Bürgermeister der Gemeinde Fresach war Jakelbauer. Ihm folgten bis heute 11 weitere Bürgermeister. 1949-1951 kam es zum Neubau der evang. Kirche. 1954 bezog die Gemeinde das erste eigene Amtshaus.1963 wurden die Gemeinden Mooswald und Fresach zusammengelegt. Einweihung am 30.06.1976 durch den Bundespräsidenten.1976 Olympiasieg im Schilauf durch Franz Klammer aus Mooswald. Verleihung des Gemeindewappens am 26.10.1978 durch die Ktn. Landesregierung.

1983-84 kam es zumNeubau des Amtshauses für Gemeinde, Post und Feuerwehr unter Bürgermeister Hans Eggarter